Sie: "Im September 2008 fand es wieder einmal statt, das Jahrestreffen der Seat-Szene-Brandenburg. Voller vorfreude, obwohl ich an diesem Wochenende Arbeiten musste, machte ich mich auf den Weg zum Treffpunkt. Unterwegs traf ich an der Ampel Freunde aus dem Club, sie wollten jemanden vom Bahnhof abholen. Ich fuhr schon einmal vor zum UCI-Parkplatz, wo wir uns eben alle Treffen wollten. Einige waren schon da, also stieg ich aus uns unterhielt mich. So langsam wurden es immer mehr und auch die nachzügler vom Bahnhof kamen endlich an."

Er: "Ich wollte nach Cottbus zum Treffen fahren, leider war mein Auto kaputt, also schien das Treffen für mich verloren. Ich telefonierte mit Freunden aus dem Club, diese wollten das ich unbedingt komme, Totti (ein Kumpel) wollte mich sogar aus Berlin abholen kommen. Das konnte ich natürlich nicht annehmen, letztendlich entschieden wir uns dazu das ich mit dem Zug komme und Jonny mich mit Totti abholen kommen würde. Super idee, also ab zum Bahnhof. In Cottbus angekommen wurde ich auch schon abgeholt und wir fuhren zum Treffpunkt. Alle waren schon da, wir schienen die letzten zu sein. Da sah ich sie, "wow" dachte ich und fragte sofort wer dieses Mädchen ist und bekam sofort eine Antwort, "..das ist Linda". Ich musste Sie kennenlernen dachte ich."

Sie: "Nach der Begrüßung standen wir alle noch etwas rum und unterhielten uns, plötzlich kam der "neue" und fragte mich ob er sich mein Auto anschauen kann. Klar durfte er. Ich unterhielt mich weiter."

Er: "Sie tat als wäre ich nicht da, schade,  ich wollte sie gern kennenlernen. Naja das wochenende fing eben erst an."

Sie: "Endlich fuhren wir zum Garten wo das Treffen statt finden sollte. Alle eingetroffen wurden die Zelte aufgebaut, Proviant ausgepackt und der kommende Abend besprochen. Grillen wollen die Männer, ist klar! Da ich bisher keine Zeit hatte meinen Einkauf zu machen fragte ich spontan in die runde wer noch etwas bräuchte. War klar, der "neue" meldete sich sofort."

Er: "Ich dachte das ist meine Chance und ich brauchte tatsächlich noch Getränke und etwas Fleisch, im Zug kann man eben nicht alles mitnehmen."

Sie: "Also dann los, er stellte sich mir vor, Christian, okay vielleicht ist er ja ganz nett."

Er: "Ich war schon etwas aufgeregt, wir fuhren mit Ihrem Auto. Irgendwie war es jetzt schon ein vertrautes Gefühl."

Sie: "Im Auto unterwegs stellten wir eine gemeinsamkeit fest, wir haben den selben Musikgeschmack. Angekommen im Marktkauf gingen wir zusammen in den Getränkemarkt. Ich muss sagen irgendwie hatte ich das Gefühl als wäre ich mit einem guten Freund unterwegs."

Er: "Es war als würden wir uns ewig kennen, wie ein altes Ehepaar irgendwie."

Sie: "War schon irgendwie lustig mit Ihm. Nach dem wir alles besorgt hatten fuhren wir zurück. Es wurde gegrillt und die Stimmung war super ausgelassen und lustig. Dann musste ich auch schon los, musste ja schließlich Samstag morgen arbeiten. Ich fragte die Runde ob ich morgens Brötchen vorbei bringen soll...Natürlich, so konnten alle Schlafen."

"Am nächsten morgen machte ich mich fertig und brachte die Brötchen hin, dann gings auf Arbeit. Konnte mich gar nicht richtig Konzentrieren, wollte gern den Tag mit allen zusammen verbringen."

Er: "Wir machten einen Ausflug zur Sommerrodelbahn, ich dachte Linda kommt auch, aber Sie musste ja leider arbeiten. Der Ausflug war trotzdem super schön."

Sie: "Endlich feierabend! Ab nach Hause zum frisch machen und dann schnell zur Truppe zurück, endlich. Angekommen schwärmten alle wie toll der Ausflug war. Schade das ich nich dabei war. Ich unterhielt mich mit meiner Freundin Dani, alle nennen Sie Haase, natürlich über Chris, er sah ja auch gut aus, eine andere unseres Clubs sagte dann, das Chris bestimmt Schwul sei, da er so aussieht, gepflegt und naja einen leichten weiblichen Touch hat. Hmmm wäre schade dachte ich mir, aber das würde ich rausfinden. Mitlerweile verstanden wir uns total gut, also Chris und ich, alberten viel rum und hingen eigentlich die ganze zeit aneinander. Abend wollte eine Bekannte dann etwas von zu Hause holen, ich fuhr mit und sie fragte Chris ob er auch mitkommen möchte."

Er: "Klar, ich wollte gern in Ihrer nähe sein, fuhr also mit den Mädels mit. Die haben sich dann die ganze zeit unterhalten, dabei erfuhr ich das Sie einen Freund hat, also Linda. Ich war total traurig irgendwie. Schade!"

Sie: "Ich hab gar keinen Freund zu diesem Zeitpunkt gehabt, zumindest keinen echten Freund, es war eher ein Alibifreund, wenn man das so sagen darf."

Er: "Nachdem die Mädels alles besorgt haben was sie brauchten gings zurück zum Garten, dann waren wir alle noch Bowlen, die Stimmung war ausgelassen, wir haben alle spass gehabt. Dann fuhren wir noch zum UCI Parkplatz, Gruppenfoto und dann zurück zum Garten Plötzlich knallte es, Feuerwerk, schön."

Sie: "Ich mag Feuerwerk, also sind wir Mädels gleich los, vor zur Hauptstrasse, haben uns da auf die Wiese gestellt und dem ganzen zugeschaut. Die Jungs kamen auch,war ja klar! Auch Chris, schön ich war gern in seiner Nähe, wir verstehen uns wirklich gut."

Er: "Ich dachte, jetzt oder nie, der Augenblick war total romantisch, verstehen tun wir uns auch. Nur irgendwie waren zu viel Leute hier. Egal."

Sie: "Er suchte ständig meine Nähe, berührte mich, hach war das toll - also Schwul kann er nicht sein..nach und nach gingen viele zurück zum Garten, nur noch Chris und Haase waren da."

Er: "Das ist meine Chance, dachte ich, Sie stand mit dem Rücken ans Auto gelehnt, ideal, ich legte meinen Arm auf das Auto und beugte mich über Sie, wollte Sie grad Küssen, da kam Haase und sagte, "Linda du hast doch einen Freund, Chris das macht man nicht!" Oh man, das wars dachte ich."

Sie: "HAASE, toll, das wärs gewesen. Naja ganz eingeschüchtert wollte ich gehen, Chris wollte das ich bleibe und Haase, ja Haase war plötzlich weg. Der Zauber aber auch. Also gingen wir zusammen zurück, unvollbrachter dinge."

Er: "Der abend war dennoch sehr schön, hatten alle zusammen noch viel spaß und ich spürte das zwischen Linda und mir irgendwie mehr sein muss."

Sie: "Langsam neigte sich der Abend dem Ende, da ich kein Zelt hatte fuhr ich wieder nach Hause mit dem Versprechen am nächsten morgen wieder Brötchen vorbei zu bringen."

Er: "Ich fragte Sie ob ich Ihre Handynummer bekomme."

Sie: "Vielleicht hab ich gesagt, wenn er glück hat bekommt er die in seinem Brötchen, ich würde sie dort reinmachen."

"Am nächsten morgen war ich so zeitig wach, ich konnte nicht schlafen. Ich  machte mich fertig und fuhr zum Garten. Hm, alles war ruhig, schlafen wohl alle noch, dachte ich. Schlich mich rein, da lag er, oh wie süss. Ich räusperte mich so das wenigstens ein paar wach werden würden. Dann machten wir Frühstück für alle, langsam wurden alle Wach. Chris fragte nach SEINEM Brötchen, oh nein, ich hab mich nich getraut meine nummer da rein zu stecken!"

Er: "Es ist bereits Sonntag gewesen und wir kamen uns immer noch nicht näher, Ihre Nummer hatte ich auch nicht, das wird wohl doch nichts, dachte ich mir. Nicht mal die Nummer im Brötchen, wie versprochen."

"Aufbruchstimmung, ich musste zurück nach Berlin, zum glück nahm mich eine Freundin mit, so das ich nicht wieder mit dem Zug fahren musste."

Sie: "Er muss wieder nach Hause, toll Linda, Chance verpasst. Nach der ganzen Aufräumaktion haben wir dann doch noch geschafft unsere Nummern zu tauschen. Juchu!"

Er: "Zeit des Abschieds, ich sagte allen Tschüss dann war es so weit, abschied nehmen von Linda. Sie kam auf mich zu, strahlte mich an und drückte mir ganz schnell und flüchtig ein Bussi auf die Wange und sagte Tschüss, ging zu ihrem Auto stieg ein und das WARS!!! Ich war total enttäuscht, das wird echt nichts die kannste vergessen. Also stieg ich ein und fuhr los."

Sie: "Er saß im Auto vor mir, irgendwie fehlte er mir jetz schon. Ich glaub ich hab mich verliebt. Also schrieb ich ihm SOFORT eine SMS, "vermisst du mich auch schon", man bin ich doof dachte ich, wie  sieht denn das aus?!"

Er: "War das süss, eine SMS von Ihr."

Sie: "Wir schrieben den ganzen Tag, bis in den Abend - dann über Internet, telefonierten und er fragte ob ich Ihn besuchen kommen würde. Klar würde ich, aber wann?"

"Wir verstanden uns wirklich sehr gut und ich entschied mich spontan nach Berlin zu fahren, also packte ich ein kleines täschchen machte mich fertig und fuhr los. Unterwegs sagte ich ihm dann bescheid das ich auf dem weg bin...er war auf Arbeit und total überrumpelt. Mein Navi zeigte an das ich in 900m da bin, war ich aufgeregt. Dann "Ziel erreicht", oh gott ich bekam vor aufregung keine Luft mehr. Ich rief ihn an, er sagte er sei noch auf Arbeit und schafft es nicht pünktlich, also wartete ich im Auto, rauchte ganz viel vor aufregung und schaute die ganze zeit in den Rückspiegel. Irgendwann kam ein Fahrrad angedüst, er war es! Ich freute mich total, stieg aus und wir umarmten uns, ein kleines bussi gab es auch, diesmal auf den Mund."

Er: "Ich freute mich Sie zu sehen, aber ich fühlte mich unwohl in Arbeitssachen und so ungestylt. Also gingen wir zu mir hoch."

Sie: "Bei ihm angekommen fühlte ich mich gleich wohl in seiner Nähe und der Wohung. Ich setzte mich ins Wohnzimmer,er ging Duschen. Das dauerte vielleicht lange! Als er endlich fertig war unterhielten wir uns etwas, dann schaute ich aus dem Fenster, ein toller Ausblick, plötzlich stand er hinter mir, stellte sich vor mich und setzte sich auf die Heizung, so das ich diesen tollen ausblick weiter genießen konnte. Wir umarmten uns wieder und dann küssten wir uns das erstemal so richtig. Es war total schön und sehr schüchtern."

Er: "Wir verbrachten einen sehr schönen Abend zusammen, ich zeigte Ihr Berlin, wir waren viel unterwegs an dem Abend. Da es dann schon spät war bot ich Ihr an bei mir zu schlafen, ich würde auch auf der Couch schlafen wenn Sie will."

Sie: "Ja ich würd gern bei Ihm bleiben, also holte ich aus dem Auto meine kleine Tasche, haha, Frauen sind eben Raubkatzen ;-) ..."

 

Seit diesem Tag sind wir das Paar was ihr kennt ... SIE ist nie wieder gefahren und ER wollte nicht das SIE geht. Zwei Monate später Zog Linda dann nach Berlin.


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